Stell Dir vor, Du brauchst keinen Drucker mehr ...... das geht gar nicht, wird jetzt spontan die Antwort sein. Richtig das geht nicht. Da würden ja die Hersteller der teuersten Flüssigkeit der Welt in den Bankrott getrieben. Bis zu € 5.000 muß der Tintenstrahler-Fan für einen Liter der bunten Patronen bezahlen.
Preise für Originaltintenpatronen differieren ja meist deutlich. Während im Onlineshop von HP eine Farbpatrone No. 901 mit 22,45 EUR zu Buche schlägt, kostete sie mich bei EXPERT gerade mal 17,50 EUR, gut ein bisschen feilschen gehört dazu, aber bei unserem örtlichen EXPERT-Markt geht immer ein bisschen was....
In der Patrone befinden sich nach meinen Recherche offensichtlich wirklich nur 9 ml Tinte, d.h. gerade mal 3 ml pro Farbe. das macht einen Literpreis von umgerechnet 5000 Euro, sofern man von einer Patrone ungefähr 15 EUR auf die Tinte und 2,50 EUR für den Kunststoff rechnet. So dürfte Druckertinte der Originalhersteller zu den teuersten Flüssigkeiten weltweit gehören und Beamtenschweiß :-) um ein vielfaches übertreffen.
Es kommt aber noch viel DICKER! Nicht nur, dass die Tinte sauteuer ist, sie trocknet auch sehr schnell. Das soll sie auch sagt der Hersteller und meint damit: auf dem Papier, damit der Druck nicht verschmiert. So weit so gut, wieso trocknet sie aber bereits im Druckkopf und bei wenig genutzten Druckern auch in der Patrone? Dafür gibt es ja das Reinigungsprogramm, damit kann man mühelos die Druckköpfe wieder durchgängig machen...
Nachdem ich das Reinigungsprogramm gestartet habe, mache ich den angebotenen Ausdruck zur Prüfung. Noch nicht so ganz sauber zeigt mir der Druck und ich reinige nochmal. Das Ganze geht so 5 bis 6 mal. Dann endlich der eigentliche Ausdruck. Jetzt stoppt mich das Dienstprogramm mit dem Hinweis Farbpatrone leer! Es ist zum „Mäusemelken“
Ist es aufgefallen, daß ich keinen Herstellernamen genannt habe? Logisch, wer so viel Kohle mit Tinte verdient hat immer ein wenig für notleidende Anwälte übrig...
Persönliche Betroffenheit stand Pate bei der Gründung von Pinkpost:
Lange Jahre druckte ich in unmittelbarer Nähe auf Farblaserdruckern und machte mir keine großen Gedanken über die immer wieder austretenden Wölkchen im Betrieb und beim Tonerwechsel. Heute leide ich unter chronischem Asthma. Die Hersteller (Apple/QMS/Minolta) haben zu keiner Zeit vor Gesundheitsschädigung durch Tonerpartikel gewarnt.
Laserdrucker vergiften die Atemluft mit krebserregenden Tonerpartikeln. Quecksilber - Styrol - Kobalt - Nickel - Phenol - sogar aromatische Kohlenwasserstoffe wie das krebserregende BENZOL entweicht manchen Laserdruckern. Durch dauerhaften Toner-Kontakt wurden bundesweit viele Menschen berufsunfähig!
Bei Tintendruckern ist das Problem die Herstellung und der Transport von Farbpatronen mit homoöpathischen Inhalten. Zudem werden die verbrauchten Farbpatronen überwiegend nicht recycelt sondern landen oft im Hausmüll.
PinkPost hat sich deshalb GRÜN IT-Projekt verpflichtet. Konkret bedeutet dies, die CO2-Bilanz verbessert sich durch Wegeeinsparung, der Druck erfolgt standardmäßig auf emissionsfreien Festtinten-Druckern und auf Chlorfreiem Umweltschutzpapier.
Wie kann man ohne Drucker drucken?
Möglichkeit 1 Druck ohne Papier in Form eines PDF
Möglichkeit 2 Du schickst das PDF einem Nachbarn, Freund und bittest ihn um eine Ausdruck
Möglichkeit 3 Du schickst das PDF an einen Dienstleister und zahlst eine geringe Gebühr für den Ausdruck
Natürlich sind diese Möglichkeiten auch mit Nachteilen verbunden aber:
Für nur 15 EURO bekommst du bei fotobuch.de oder ähnlichen Anbietern ein ganzes Buch mit deinen Bildern vom letzten Urlaub und das auch noch in gebundener Form. Dein Nachbar oder Freund wird sich freuen wenn du ihm für 50 Ausdrucke eine Flasche Wein schenkst. Bei flyeralarm.de bekommt man für 15 EURO ein DIN A2 großes Poster auf Affichen-Papier in erstklassiger Qualität und bei pinkpost.de kann man für 1,65 EURO einen bis zu 4-seitigen Brief in Farbe inkl. Porto gleich an den Empfänger versenden lassen.
Folgende Möglichkeit für Sparfüchse fällt mir noch ein:
man geht zu einem Copyshop, Computerfachmann, Computershop in der Nähe und stellt sich mit folgender Idee vor. „Ich würde gerne meinen Drucker wegwerfen und per e-mail bei ihnen ausdrucken und irgendwann am Abend abholen.“ Klingt erstmal ziemlich bescheuert aber: gegen einen frei vereinbarten Obulus für die Kaffeekasse wird er bestimmt dazu bereit sein. Vor allem wenn sie ihm zu verstehen geben, daß sie keine Quittung benötigen und sie diesen Service ihren Freunden und Bekannten weiter empfehlen wollen.
Umgekehrt geht das auch. Sie kaufen sich einen guten Drucker der problemlos und vor allem sparsam läuft. Dann richten sie ihr Mailprogramm so ein, daß es automatisch ausdruckt wenn in einem bestimmten Postfach ein PDF landet. Das geht einfacher als sie denken. Jetzt müssen sie nur noch diese e-mail-adresse ihren Freunden und Bekannten mitteilen. Sie werden bald viele neue Freunde haben und ihr Drucker kostet sie fast nichts mehr. Wenn sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzen wollen, empfehle ich ihnen allerdings nur einen Farblaser oder besser einen Festtintendrucker dessen Tinte logischerweise nicht eintrocknet und der so gut wie wartungsfrei ist.